Meine Arbeit im Magazin

Eine der Magazinebenen

Vergleichen kann man diese Arbeit überhaupt nicht mit der in der Helene-Nathan-Bibliothek, denn letzter genannte hat gar kein Magazin.
Die ÖNB ist eine Nationalbibliothek wie der Name schon sagt, somit hat sie einen Sammelauftrag für austriakische Werke. Hier zum nachlesen, denn ich habe mich sehr, sehr kurz gefasst:
https://www.onb.ac.at/fileadmin/user_upload/PDF_Download/Sammelrichtlinien_Maerz_2018.pdf

Sie ist eine Präsenzbibliothek, somit kann man nichts ausleihen, allerdings haben ein Paar Forscher Sonderrechte, die dürfen entlehnen, aber auch nicht alles, z.B. vor 1900 oder Unikate sind Tabu.
Entweder man arbeitet mit dem Werk im Lesesaal, oder man kopiert bzw. nach Zustand/alter des Buches ist auch nur scannen mit dem Buchscanner erlaubt. Einige Sachen sind aber auch Digitalisiert bzw. auf Mikrofiche.
Da nur die wenigsten Bücher im Lesesaal stehen, die meisten der 12,5 Millionen Bücher stehen im Magazin. An diese Bücher kommt die BenützerInnen nicht direkt ran, um eines dieser Werke zu bekommen muss er/sie/es im Onlinekatalog der ÖNB, mithilfe seiner Zugangsdaten bestellen. Nach bis zu zwei Stunden kann er es dann an der entsprechenden Buchausgabe abholen. Diese sind nach Format bzw. Besonderheiten unterteilt. Die Großformate kann man am Lesesaal 4 abholen, und die Formate A-C beim Hauptlesesaal 1, Besonderheiten wären z.B. beim Josefplatz abzuholen.
Wenn der BenützerIn das Werk bestellt hat, kommt der Bestellzettel im Lesesaal 4 an. Dort wird er zurechtgeschnitten, geheftet und auf die einzelnen Abteilungen verteilt. Dort holen wir im Magazindienst alle 30 Minuten, die für unsere Station/Stationen ab. Dann suchen wir die Bücher raus, ein Zettel stecken wir als Stellvertreter ins Regal und ein Zettel kommt gefaltet ins Buch. Dann geben wir die Bücher mit dem Telelift zur Buchausgabe. Zwischendurch kommen Bücher von der Buchausgabe runter, weil die BenützerInnen diese nicht mehr benötigen, diese stellen wir wieder zurück und entnehmen den Platzschein. Manchmal wechseln wir auch nur den Platzschein gegen einen aktuellen, weil z.B. ein BenützerIn es zurückgibt aber es einem NachrückerIn bereitgestellt wird.
Es kommt auch vor das wir eine Bestellung haben und das Buch nicht am Platz ist, entweder es ist weg/verstellt/was auch immer, dann notieren wir das auf dem Bestellzettel, oder es ist ein Platzschein an der Stelle mit einem Hinweis wer es gerade hat, dann notieren wir dies. Die Zettel kommen dann ausgefüllt mit den anderen Büchern nach oben.
Ganz wichtig! Was auf keinen Fall vergessen werden darf: Sind die Notizen für die Statistik! Wie zu Hause in Deutschland alles muss dokumentiert werden um seine Berechtigung zu haben. Abends werden die Daten in einem gemeinsamen Datenblatt von jeder Abteilung eingetragen und dann für die Statistikabgabe noch elektronisch aufgearbeitet. Nach der letzten Aushebung räumt man noch unten auf, damit am nächsten Morgen wenn sich die Bestellungen der Nacht angesammelt haben, nicht ganz so viel zu tun ist. Die Spätschicht hebt nur noch aus und räumt nicht zurück, deshalb ist am Morgen meist sehr viel zu tun.
Wie viele Kilometer man zurücklegt hängt nicht nur von der Bestellanzahl der BenützerInnen ab, sondern auch von dem Magazin in dem man ist, manche sind so unlogisch aufgebaut dass man einen Weg X-Mal gehen muss um alles einzustellen. Und das finde nicht nur ich so. Das es sehr verwirrend ist, sagen auch die langjährigen Mitarbeiter, das war für mich sehr erleichternd. Und man scherzt auch dort ist 400-600, dann im Anschluss ist die 1.000-1.500 um hinten mit 700 -900 weiterzugehen und ganz logisch dann beginnt 2.000. So in etwa kann man sich das vorstellen ^^ Man gewöhnt sich aber tatsächlich dran. Und wenn jetzt jemand überlegt halt da fehlen doch noch Zahlen, richtig die sind mit in einem anderen Abteil gehören aber noch zu deiner Abteilung. Bis man das Kapiert ist jeden Tag Ostern.

der Telelift


Morgen beginnt schon die vierte Arbeitswoche hier in Österreich, ich kann es kaum glauben, irgendwie bin ich gerade erst angekommen. Aber auf der anderen Seite ist mir alles so vertraut, als lebe ich schon lange hier.
Ich befürchte die Zeit fliegt auch weiter so dahin.

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