Esperanto, Mikroformenlesesaal und die öffentliche Bibliothek

Heute war ein echt cooler und Lehrreicher Tag.
Er fing schonmal sehr gut an, ich kam angehetzt zur Arbeit weil getrödelt und finde mich nicht auf dem Dienstplan. Am Freitag hatte ich den Arbeitsplan erhalten und wusste dass ich heute um 10 Uhr bei einer Führung im Esperanto Museum dabei bin. Da das aber nur ein Katzensprung von meinem normalen Einsatzort weg ist dachte ich vorher arbeiten. Nö. An solchen Tagen einfach erst zur Führung gehen und dann zur Arbeit. Gut Morgen weiß ich es. Somit habe ich heute den Kollegen in der Benützung geholfen alles Fertig zu machen und wir haben mit Schwedenbomben die bestandene Prüfung gefeiert. Schwedenbomben sind eine Landesspezialität und ähnlich unseren Negerküssen. War super lecker und eine Geschichte gabs noch dazu. Als das Werk kurz vor dem Konkurs stand haben alle einfach alles abgekauft, sodass das Werk erhalten blieb. So wurde es mir erzählt. Ein kleines bisschen anders hat es Zeitung in der ich recherchiert habe dann dargestellt, aber ohne die Hamsterkäufe von den Fans wäre das ganze nicht so gut abgelaufen. Kann man auch hier nachlesen:
https://derstandard.at/1378248520282/Niemetz-Langsamer-Konkurs-superschnelle-Loesung
Der Abteilungsleiter hatte mir eine Übersichtskarte besorgt und mir den Weg zum Museum erklärt und aufgemalt. Eine Kollegin hatte mir aber angeboten mich direkt hinzubringen, das Angebot nahm ich an und wir haben uns auf dem kurzen Weg sehr gut unterhalten. Ich hätte den Weg zwar tatsächlich auch allein gefunden, bin aber sehr froh das sie mitgegangen ist.
Der Führung einer Sprachenklasse durfte ich beiwohnen. Es war sehr interessant. Esperanto ist schon sehr alt und eine Plansprache die auch heute sehr viel gesprochen wird. Nach dem ersten Weltkrieg erlebte sie eine Hochzeit und im zweiten Weltkrieg wurde sie verboten, weil der Erfinder Jude war und generell der Gemeinschaftsgedanke nicht von der Regierung gewollt war. Andere erfundene Sprachen haben wir auch kennengelernt. Die Fachwörter zu an einer Sprache angelehnt und keine Sprache als Grundlage habe ich wieder vergessen, bei dem einen kommt pos vor, aber keine Ahnung, war viel Input und Sprachen liegen mir nicht.
Danach hatte ich die Gelegenheit an einem Workshop teilzunehmen. Dort haben wir etwas Esperanto gelernt und auch etwas über die Grammatik gelernt. Der Bibliothekar hat seine Sache echt toll gemacht.
Saluton!
Mia noma estas Claudia.
Mi estas metilernantino.

Nach der Mittagspause bin ich das erste mal in den Lesesaal 6. Wusste zwar nicht wo das war, aber die netten Kollegen helfen einen gerne weiter.
Da ich noch auf den betreuenden Kollegen warten musste hatte ich mir den Ordner mit den verfilmten Sachen angeschaut, was sich später als Vorteil erwies.
Dort wurde ich erstmal über mein Vorwissen ausgefragt, ich habe zwar keine praktische Erfahrung mit Mikrofilmen und Mikrofiches weil wir sie nicht in Neukölln haben, aber mein Wissen passt schon. Deshalb konnten wir viel überspringen, auch was eine Videokassette und eine Audiokassette ist konnte übersprungen werden, da ich sie selbst noch gut kenne.
Dann ging es auch schon ans Praktische, wo finde ich die Sachen die ein Benützer schon bestellt hatte und was macht man wenn er nichts bestellt hat, aber einen Wunsch hat?
Das eine liegt im Regal und beim anderen muss man mit dem Ordner (den ich schon vorher angeschaut hatte) recherchieren und dann raussuchen. Mit den Beispielen sollte ich selbstständig die Sachen ausheben, klappte problemlos. Dann kam die Statistik dazu dran und wie trage ich die Benützer in die Listen ein, welche Voraussetzungen bracht welches Gerät etc..
Dann wurde es noch praktischer. Ich wurde selbst zur Benützerin, bekam einen Zähler, erklärt und gezeigt wie man einen Film einlegt und die Bedienung des Gerätes und dann durfte ich selbst ran. Ich kam sehr gut zurecht, sowohl beim Mikrofilm als auch bei den Mikrofiches und auf A3kann ich auch drucken. Mir wurde gesagt ich kann sehr gut mit Technik. Ich bin mächtig Stolz auf mich.

Zur Feier des Tages bekam ich früh Feierabend und nachdem ich oben kurz Vertretung gemacht habe, ging ich los.
Was macht man mit einem angefangenen Tag? Richtig man geht in die Bibliothek.

schöner Weitblick von der Hauptbücherei am Gürtel in Wien

Leider wird in der Bibliothek gerade umgebaut, der Teppichboden kommt raus und weitere Modernisierung und Aufhübschung geschieht, sodass man nicht die volle Bibliothek bestaunen kann. Bis Ende September wird gebaut und zwischendrin ist sie sogar komplett gesperrt, deshalb werde ich sie nicht in ihrer vollen Pracht kennenlernen.
Anfangs dacht ich ziemlich klein, wie sollen da 1,5 Mio Medien reinpassen, aber am Ende war sie riesig und schon ruhig. Klar im Kinderbereich war es lauter als in der restlichen Bibliothek, aber kein Vergleich mit der Lautstärke von Berlin. Uhrzeitmäßig war ich bis 16 Uhr dort, also kann man nicht sagen außerhalb der Kernzeit. Was ich toll fand, sie haben meine Zeitschrift dort, die ich mir aufgrund des geringen Umfanges nicht abonnieren will obwohl ich sie toll finde.
Leider ist eine Bibliotheksmitgliedschaft in Wien nicht gerade günstig. Reduziert fast so teuer wie Normalzahler in Berlin und Normalzahler zahlen das dreifache in Wien.
Ich hätte auch eine Tageskarte für 4€ nehmen können, dann hätte ich was ausleihen können, aber nicht verlängern.
Die Signaturen waren anders als bei uns, was das + bei einigen zu bedeuten hatte wusste ich nicht, stand nirgends dran. ich hatte vermutet das es die bei und 5.1 kennzeichnen soll, weil es keine Einteilung in 4er usw. gab. Als ich nachfragte, bekam ich über Umwegen die Antwort: es kennzeichnet die Bücher für 13 Jährige. die sind so ein Zwischending. Eigentlich gehören sie nicht mehr in die Kinderabteilung aber in die Jugend gehören sie auch nicht richtig. In der Jugend stehen aber wohl auch welche mit +.
Den OPAC konnte ich nicht benützen, da er aufgrund eines Hackerangriffes offline ist. Sehr Schade.
War jedenfalls sehr interessant, die Bibliothek mal kennen zu lernen.

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