einen schönen Sonntag und ein wundervoller Donnerstag

Sonntags hatte ich mich ja entschieden nicht zum Turnier zu gehen sondern zum Seifenblasenfest. War eine Super Idee. Das Fest war toll. Eigentlich war es ja ein Zeitungssommerfest im alten AKH Wien, heute ein Universitätscampus.
Das Wetter war herrlich, die Seifenblasen schön und es ist leicht mit Seifenblasenstäben große Seifenblasen zu machen. Es gab beim Fest nicht nur Seifenblasen, sondern auch 2 Kasperletheater Vorstellungen und zweimal Zaubervorstellungen. Der Zauberer war etwas albern, aber tolle tricks und die Theatervorstellungen waren Klasse. Leider hatte ich den Anfang der ersten Geschichte verpasst. Alles in allem ein sehr gelungener Tag.

Am heutigen Donnerstag, habe ich das schöne Wetter endlich mal genutzt um in den Lainzer Tierpark zu gehen. Der ist gigantisch riesig, so groß hatte ich Ihn gar nicht geschätzt. Ich wusste zwar dass er groß ist, aber wie groß das wirklich ist merkt man erst wenn man dort spazieren geht. Bin ja extra früh aufgestanden weil ich der Mittagshitze entgehen wollte, 3 Stunden im Park gewandert und doch nur einen mini teil besichtigt. Man kann alleine dort mehrere Tage zubringen und immer wieder was neues entdecken. Man hat von dort auch einen wundervollen Blick über die Stadt.

Hund

Bei meiner Arbeit im Magazin ist mir heute folgendes aufgefallen: An dem einen Regal stand etwas was für mich keinen Sinn ergab, denn das kann einfach nicht sein. Das muss einfach etwas anderes bedeuten als da steht. Was ist also ein Hund?
Als wir oben beisammen saßen fragte ich einfach: Was nennt man denn auch Hund, also nicht den Wauwau. Großes überlegen. Dann erzählte ich. Im dritten Untergeschoss steht an einem Regal dran: Hier war ein Hund drin, bis zum Datum.
Großes Lachen, das ist nämlich eine Redewendung für: Da ist was falsch, da ist was Fehlerhaft.
Irgendjemand hatte dort also was verstellt und später wieder berichtigt.
Ein Hund bei mehreren Millionen von Büchern ist wirklich unangenehm und kommt leider immer wieder mal vor, wegen Unaufmerksamkeit.
Das Rätsel um den Hund war gelöst. Wie hätte da auch ein Tier durch die Sicherheitstür, mit dem Fahrstuhl und dann die Brandschutztüren aufkriegen sollen? Also aus versehen kommt da niemand hin.

Sprachen, Fahrten, Einkaufscenter

Mittlerweile benütze ich immer mehr Linien um von A nach B zu kommen, was mir dabei auffällt: es klappt so gut.
Am Wochenende verkehren einige Linien anders als sonst, da muss man etwas aufpassen. Heute Nachmittag wollte ich etwas bestimmtes. Der Laden ist relativ nah an der Innenstadt, also muss ich 3x umsteigen. Trotz das ich in den Läden lange blieb, mich per watsapp beraten lassen habe, habe ich keine 3h gebraucht. Sowas ist man einfach nicht mehr gewöhnt.
Jemand der in Berlin studiert hat und nun hier in Wien arbeitet hat mir erzählt, Berlin fand sie toll, was sie störte war dass man immer so lange brauchte selbst für relativ um die Ecke. Hier ist man deutlich schneller. Ja kann ich eindeutig unterschreiben, auch wenn ich mir nicht sicher bin woran es liegt.

Der Wiener Westbahnhof hat mich sehr an den Berliner Hauptbahnhof erinnert. Mächtig viele Geschäfte, aber ich glaube Wien hat dort mehr Einkaufsmöglichkeiten.
Ich habe mir vor ein paar Tagen Österreichische Wörterbücher gekauft, in der Hoffnung dass ich meine Kollegen dann besser verstehe, aber ich glaube das hilft auch nicht. Aber es hat wenigstens meinen Verdacht bestätigt, dass das Österreichisch dem Bayrischen ähnelt. Könnte ich Bayrisch, würde ich wahrscheinlich mehr verstehen. „In Wirklichkeit ist das Österreichische eine Varietät der deutschen Sprache – es steht gleichberechtigt neben dem deutschländischen Deutsch und dem schweizerischen Deutsch. […] Und im Bereich der regionalen Dialekten, der Mundarten, hat Österreich mit Bayern viel gemeinsam.“
SEDLACZEK, Robert: Österreichisch für Anfänger. Ein heiteres Lexikon illustreirt von Martin Czapka. Wien: Amalthea Signum Verlag, 2017. 108 Seiten. ISBN: 978-3-99050-076-7 [Seite: 5-6]

Und zum Thema Sprachen, hatte ich ja gedacht wozu einen Sprachkurs machen, wenn ich ein deutschsprachiges Land besuche. In einer Nationalbibliothek könnte man definitiv Englisch sehr gut gebrauchen. Die Mitarbeiter sprechen zwar deutsch, aber die Benützer kommen aus allen Herren Ländern, die gebrauchen dann nicht Ihre Landessprache, aber englisch. Gut klappt das jedenfalls nicht.

Ab Montag bin ich wieder im Magazin, dieses Mal bei den C-Formaten. Ich liebe die Arbeit im Magazin. Führungen zu dehnen ich mitgehen sind für die letzte Juniwoche geplant, wird sicher super toll.

langes Wochenende, Pokemon und nette Leute

Auch in Österreich haben wir ein langes Wochenende wegen Pfingsten. Freut mich. Diese Woche war ich noch auf dem Heldenplatz und mehrere Male im Burggarten, der Burggarten ist für die Mittagspause einfach wie geschaffen. Den Heldenplatz fand ich dafür nicht so gut geeignet, aber wollte ja auch mal begutachtet werden und er liegt nun mal sehr dicht dran.
Will man Postkarten mit Wienbezug kaufen, darf man die Touristenstrecken nicht verlassen. Riesige Einkaufszentren haben nichts wenn sie im Abseits sind. Allerdings sind sie wenigstens nicht so überlaufen.
Einkaufzentren sind scheinbar alle gleich aufgebaut, massig Klamottenläden, Futter und Krimskrams. Hat man eines gesehen kennt man alle. Was ich im Auhof schon fand dass man kein Extrageld für die Toilettenbenutzung bezahlen musste.
Die Touristeneinkaufsstraßen sind auch unter der Woche schon sehr belebt, obwohl noch nirgends Ferien sind. Die Preise in den Nebenstraßen sind weniger hoch als die direkte Meile.
Samstag habe ich sehr ruhig verbracht, viel rungelegen, eingekauft und im Park spazieren gewesen.
Diesen Sonntag habe ich wie geplant die Pokemonliga in Wien aufgesucht und an einem kleinen Turnier teilgenommen. Trotz 1x unentschieden, 1x Sieg und nur 1x Niederlage bin ich die schlechteste meiner Altersgruppe gewesen. Ist halt Pech dass die fast alle mit Feuer spielen, da bin ich mit meinen Pflanzen stark im Nachteil. Hatte trotzdem viel Spaß, habe viel mit den Leuten geredet und bin voll integriert. Habe zu Mittwoch schon eine Spieleinladung zu einer anderen Pokemonliga. Freue mich schon sehr.
Lustig war das einige Spieler auch auf den Europeans in Berlin waren, dort hatte ich zuletzt auch gespielt, aber Ihnen bin ich nicht begegnet. Wer weiß wenn mal wieder ein größeres Turnier in Berlin ist, sieht man sie dort auch mal wieder.

Was mich heute überrascht hat: meine wenigen Ortskenntnisse haben schon ausgereicht um Touristen den Weg zu weisen.

Meine ersten Praktikumstage in der ÖNB

Die ÖNB war dank Handynavi gut zu finden. Zum Glück plane ich immer mehr Zeitpuffer ein. Wiedermal so viel dass ich zu früh da war, der Sicherheitsdienst hat mich nicht reingelassen, so „musste“ ich draußen in der Sonne warten und konnte es mir gemütlich machen.
Dann wurde ich abgeholt und in meine Abteilung gebracht. Ich bin Teil vom Benützungsdienst und von den Magazinern. Ich wurde sehr nett empfangen und Kuchen gab es zufälligerweise auch. Die Leute sind sehr nett, auch wenn ich Ihre Namen gleich wieder vergessen habe. Ich habe ja jetzt 8 Wochen Zeit diese zu lernen.
Montag durfte ich gleich mit an der Buchausgabe arbeiten. Da die ÖNB keine Ausleihbibliothek sind (es gibt aber Menschen die ausleihen dürfen, zumindestens einen Teil der Bücher) arbeitet es sich anders als sonst.
Man gibt vorher bestellte Bücher raus, gibt einen Platzhalter und nimmt den Bibliotheksausweis oder Führerschein oder Pass in Verwahrung bis derjenige die Bücher wieder zurückbringt. Vorher muss der Bestellschein abgestempelt werden, weil die Bücher bleiben 7 Tage für ihn liegen, wenn er sie nicht benützt. Sofern er sie benützt also bei uns abholt oder bei uns anruft, verlängert sich das um das heutige Datum + 7 Tage.
Zwischendurch kommen frisch ausgehobene Bücher mit dem Telelift zu uns hoch und müssen verteilt werden auf die Benützer. Wenn ein Benützer ein Buch nicht mehr braucht, also es nicht mehr zurückgelegt haben will oder ein Entlehner sein Buch zurückbringt, muss es bereitgelegt werden fürs richtige Magazin. Ist ein Stapel der ins das z.B. Magazin 24 soll hoch genug, wird der Telelift bepackt und losgeschickt.
Will ein Benützer ein Buch haben und hat es vor mehr als 2h bestellt schauen wir im Benützerkonta nach was mit dem Buch ist, häufig ist es an einer anderen Buchausgabe schon hinterlegt, denn die Folios haben ihren eigenen Ausgabeort, genauso wie Karten und noch anderes.
Am Dienstag wurde ich in eine mir unbekannte Arbeitsschutzmaßnahme eingeführt: die Lichtpause. Weil es in der Benützung und im Magazin kein Tageslicht gibt, muss man zusätzlich Pause machen, vorzugsweise an der frischen Luft. Das ist super duper toll. Vor der Bibliothek ist ein Park der den Namen Park verdient. Grünes Gras, Bäume, Vögel und kein Unrat. Ich liebe meine Lichtpause jetzt schon.
Am dritten Tag wurde ich ins Magazin eingeführt, dort ist es herrlich kühl und auch der Baustellenlärm dringt nicht bis ins 4. Untergeschoss. ich fand es dort sehr schön. Magazin 14 ist zwar verwinkelt aufgestellt aber irgendwann kommt man dahinter wo was steht. Magazin 24 fand ich schön übersichtlich.
Das Ausheben und zurückstellen ist eine nette Arbeit und der Telelift ist leicht zu bedienen. Faszinierend we der sich bewegt.
Morgen darf ich wieder ins Magazin, ich freue mich schon.

Ankunft und Unterkunft

Am Sonntag musste ich schon früh aufstehen, denn ich hatte ja viel vor. Ich wollte nach Wien fahren. Das habe ich auch gemacht, die Busfahrt vom ZOB aus hat dann nur knapp über 9h gedauert. Leider hatte ich zu wenig Hörbücher runtergeladen, die die ich hatte waren sehr gut aber zu kurz um die Zeit zu überbrücken und mit dem WLAN bekam man nichts runtergeladen.
In Wien angekommen musste ich mich kurz orientieren. dann fand ich schnell meinen Weg. Leider war eine riesige Treppe auf dem Weg zum Bahnsteig zu überwinden und wie soll es anders sein: Fahrstuhl kaputt…Aber hier gibt es sehr nette Menschen, ein Mann der mir ansah dass ich versuche mit den zwei Koffern die Treppe anzupacken nimmt mir einen ab. Sehr nett ^^
Die Unterkunft war auch leicht zu finden. Das Gelände ist riesig und sehr schön grün.
Nach der Schlüsselübergabe habe ich ausgepackt und mich dann hingelegt – ich war fix und fertig.
In Berlin gefiel es mir und meinem Körper nicht, dass es so schnell warm geworden war und hier ist es noch wärmer. Deshalb bin ich die letzten Tage zu nix außer Praktikum und Einkaufen gekommen. Mein erster Eindruck von Wien ist top.