Das Tal der Tränen oder Abschied tut Weh

Heute war mein letzter Praktikumstag in der ÖNB. Wie ich befürchtet habe, habe ich Heulsuse ganz viel geweint. Die Kollegen würden sich freuen wenn ich sie mal wieder Besuchen komme. Das werde ich bei Gelegenheit auch tun.
Die Zeit dort war wunderbar und der Abschied tut sehr weh, wer weiß was die Zukunft bringt.
Was ich vermissen werde sind die netten Kollegen, das Magazin, der funktionierende Nahverkehr und die schönen sauberen Grünflächen.

Es gab für mich zwei Abschiedsgeschenke. Eines von meinen Kollegen und eines von der Ausbildungsleitung. Die Tasche von den Kollegen ist sogar schon zum Einsatz gekommen. Danke. Danke für alles. Wir werden uns wiedersehen und ich werde euch nicht vergessen.

Auf dem Heimweg bin ich noch auf meine Pokemongogruppe gestoßen und habe noch etwas mit ihnen geraidet. Mit ihnen hatte ich zwar auch einigen Spaß, trotzdem viel der Abschied leicht.
Dank eines Tipps von der Ausbildungsleitung war die Fahrt kürzer als gedacht, mein Handy hätte eine längere Strecke ausgesucht.

Heute muss ich noch Koffer packen und am besten das Zimmer schon überprüfen lassen, dann geht’s morgen ganz schnell. Sicherheitshalber gehe ich halb 9 hier los und bin dann wahrscheinlich um 21 Uhr wieder zu Hause in Berlin.
Dann habe ich Sonntag genug Zeit auszupacken, der dritte Koffer ist ja woandershin unterwegs, somit komme ich erst sehr viel später an die Souveniers, ist aber OK.
Ab Montag wieder arbeiten und ab Donnerstag wieder zur Berufsschule.
Dort heißt es dann das dritte Lehrjahr beginnt.
Unser Ziel ist ja fast erreicht
Zitat aus dem Intro der 21. Pokemonstaffel.
Ja fast 2/3 der Lehre sind um. Die Zeit vergeht schnell, aber in Wien ist sie nur so vorbeigeflogen.
Wir brauchen nicht nur eine Cittaslow wie Enns, sondern eine Verlangsamung der schönen Zeit. (Ich weiß nicht möglich)

Damit geht mein Abenteuer in der Österreich zu Ende. Ich habe viel gelernt, viel gesehen, einige nette Bekanntschaften geschlossen und sehr viel Spaß gehabt.
Köstliches Essen gab es auch zu genüge (Ich habe gelernt das man lecker nicht sagt, ist genau so ein Unwort wie Tüte = No Go)
Spannend fand ich zudem dass es so sehr viele Trinkwasserspender in Wien verteilt gibt. In Berlin gibt es sowas zwar auch, aber ich glaube nicht die Masse wie hier. Auf dem Heldenplatz steht Wasserspender Nummer 1000.
Ich werde dieses Abenteuer nicht vergessen und das was ich hier gelernt habe auch nicht.

Das Ende naht

vom vorletzten Samstag im Lainzer Tiergarten

Die gute Nachricht zuerst: seit Donnerstag habe ich wieder Geld. Das Problem lag wahrscheinlich nur am Automaten.
Die schlechte Nachricht: Das Praktikum endet diese Woche.
Die 8 Wochen die bis jetzt vergangen sind vergingen wie im Flug, ich hatte Spaß und viel gelernt. Kaum zu glauben dass der kurze Zeitraum so lange ist, aber auf der anderen Seite, habe ich das Gefühl ich bin schon immer hier.

Von meinen Kartenspielfreunden habe ich mich schon verabschiedet und erst hinterher geheult. Ich werde sie vermissen und sie vermissen mich jetzt schon. Da einige Spieler auch öfters zu deutschen Turnieren fahren und viele davon beim letzten großen Berliner Turnier waren, denke ich wir sehen und wieder.

Vor kurzem haben wir uns von einer Kollegin verabschiedet, ich war insofern froh das ich nicht die einzige mit tränenden Augen war. Ich mag echt nicht an Freitag denken.

Deshalb lieber zu anderen Dingen.
Seit Donnerstag haben wir geschlossen. Unsere Benützer müssen leider draußen bleiben, denn wir haben Revision. Revision ist sowas wie die Inventur für Bibliotheken. Revision bedeutet: Überprüfung des Bibliotheksbestandes auf Vollständigkeit und richtige Ordnung der Aufstellung.
Ich habe noch nie bei einer Revision mitgemacht, deshalb ist es sehr interessant sowas mal zu erleben. Alle Bücher aus den Abholbereichen wurden wieder ins Magazin verräumt. Danach geht man alle Reihen entlang und schaut wo noch Platzscheine stecken. Dann sucht man ob das Buch nicht doch in der nähe steht, wenn nicht wird es aufgeschrieben und später richtig gesucht. Dabei muss man sehr genau vorgehen, sauber schreiben und nicht schludern.
Es gibt viele Möglichkeiten und Suchrunden um ein Buch zu finden. Es erfordert höchste Konzentration. Wenn man ein Buch findet ist das ein schönes Glücksgefühl, dass einem zum weitermachen anspornt.
Morgen unternehme ich sogar was mit den Kollegen. Ich denke das wird sehr toll.

informative Woche und Geldsorgen

Zunächst das Problem. Ausgerechnet Freitags muss sowas passieren. Ich wollte heute Geldabheben, weil ich nur noch wenige Euro im Portemonnaie habe und was passiert die Bankkarte funktioniert nicht. Erst kam ich nicht in die Bank rein und nachdem mich jemand reingelassen hatte, will der Automat mich nicht auf die Daten zugreifen lassen. Warum keine Ahnung, vielleicht wollte mich deshalb die Kasse am Montag anrufen? Jedenfalls Freitag kurz vor 17 Uhr bekommt man niemanden mehr ans Telefon, das einzige was man Banktechnisch machen kann ist die Karte sperren, aber das will ich ja nicht. Somit kann ich das erst am Montag klären. Hoffentlich gibt es eine schnelle Lösung und ich muss nicht erst nach Mirow fahren um das zu regeln, mit unter 10 Euro wird das nämlich nix. Zum Glück hatte ich mich dagegen entschieden nach Hallstatt zu fahren. Zum einen weil ich kein günstiges Zimmer bekam und zum anderen ohne Übernachtung sind das zwischen 8 und 10 Stunden fahrt an einem Tag, hinzu kommt das es dort zur Zeit sehr Touristen überlaufen sein soll.
Stattdessen mache ich mich morgen auf den Weg zur Hubertuswarte. Wird sicher ganz toll ^^

In meinem Praktikumsbetreib war ich am Donnerstag in der Fernleihe. Dort hat man mir alles gezeigt. Interessant war es für mich zu hören dass die österreichische Leihverkehrsordnung nur eine Empfehlung für die Bibliotheken sind und keine Pflicht mehr. Trotzdem halten sich viele Bibliotheken daran. Außerdem habe ich gelernt was ein IFLA Voucher ist. Hatte ich vorher weder gesehen, noch was davon gehört.

Heute am Freitag bekam ich auch eine Führung über den Lauf des Buches in der ÖNB. Es gibt viele Parallelen zu unserer Bearbeitung bzw. des Weges in der ZLB, aber es gibt auch Unterschiede. Faszinierend war auch wie viel Mühe es macht wenn man in der GND ein neues Schlagwort beantragt, weil man es zum Katalogisieren braucht, es aber noch nicht vergeben wurde. Überraschend war für mich zu hören wie der Magazinplatz berechnet wird.

Alles in allem war es wieder eine sehr Lehrreiche Woche für mich.
Die nächste Woche wird auch wieder neues für mich bereithalten, denn ab Donnertag schließen wir. Der grobe Ablauf wurde mir zwar schon erklärt, aber so recht fassen kann ich es noch nicht.

Bibliotheken in Wien und spannende nächste Woche

Da ich Mittwoch vor verschlossener Tür stand habe ich am Donnerstag sogar drei ÖBs besucht.
Die Childrens World Library, die Bücherei Penzing und die Bücherei Breitnerhof.
In der Kinderweltbibliothek gibt es wie der Name schon sagt Kinderbücher. Sie ist offen gestaltet und mag alle Fremdsprachen vereinen. Die Liste mit Fremdsprachen der Bücher die sie führen ist ellenlang und es sind auch unbekannte Sprachen dabei.

Swahili, Tagalog, Tamili, Urdu, Romani, Japanisch, Serbisch, Armenisch, Mandarin, Hindi, Farsi … Laut Webiste sind es 40 Sprachen aber ich habe mehr gezählt. http://www.whoiam.at/who-i-am-childrens-world-library.html
In der Penzinger Bücherei hatte ich dann gleich ein tolles Buch gefunden und es mir zum lesen gemütlich gemacht.
Dort wurde ich auch noch einmal auf den Sommerleseclub aufmerksam gemacht und vor allem zu den Tauschbörsenterminen. Deshalb habe ich nochmal nachrecherchiert, es gibt ein Sticker Heft und für jedes gelesenes Buch drei Sticker. Will auch… geht aber nicht, ich bin zu alt. Die Altersgruppe ist von 6 bis 14 Jahre, da ich über doppelt so alt bin, habe ich nicht weiter nachgefragt. Über die tolle Aktion kann man auch hier nachlesen: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20180723_OTS0043/sommerleseclub-der-buechereien-wien-erstmals-mit-stickerheft
leider streikte gerade der Link auf die Bibliothekshomepage.
Fazit: werde mir einiges an Lesestoff besorgen müssen wenn ich wieder in Berlin bin. In der Onleihe war leider keines meiner gewünschten Titel. Allerding hatte ich in der dritten Bibliothek, die Buchreihe gesehen zum anfassen uns lesen, die ich in der Onleihe angefangen habe.
In der dritten Bibliothek bin ich ganz knapp vor der Schließung eingetroffen, das kommt wenn man zu lange liest. Sie ist sehr klein aber irgendwie auch heimelig vielleicht weil etwas chaotisch. Der Bibliotheksmitarbeiter dort sagte aber man findet alles. Glaube ich ihm auch. Nach noch etwas fachsimpeln bin ich dann nach Hause. Zu Schade dass ich keine Wiener Bibliothekskarte habe, aber für den kurzen Moment den ich hier bin, wollte ich es nicht. Bei einem Semester in Wien hätte ich es aber definitiv gemacht.

Dieses Wochenende verbringe ich in Ruhe zu Hause, Papierkram erledigen, spielen und lesen. Einkaufen/Haushalt und Bekannte treffen. Das Wiener Wetter ist sogar so lieb und hat sich meinen Plänen angepasst, es kümmert sich um die Pflanzen, damit diese bald wieder saftig grün sind.

Nächste Woche wird es auf Arbeit spannend, ich darf auf die Fernleihstation und ich bekomme eine Führung von einer anderen Abteilung über den Weg des Buches ins Regal (also die Erschließung). Bei der Fernleihe bin ich schon gespannt ob die Fernleihgrundregeln in Österreich von den Deutschen abweichen. Meines Wissens nach sind nur die internationalen Fernleihregeln überall gleich und die Länder haben Innerlands ihre eigenen. Denn sonst müssten die Leihverkehrsordnung, ja nicht Regeln zum deutschen Leihverkehr heißen.
Die Auswahl der Medien die erschlossen werden soll ist sicher auch eine ganz andere als in Neukölln.

Informationsdesk und Datenbankschulung

Heute war es also soweit ich kam zum erstem mal an die Information. Dort sollte ich meine Datenbankschulung nebenher erhalten. Ich hatte mich ja schon gut darauf vorbereitet indem ich mich mit den freiwilligen Hausaufgaben zu den Themen Benutzung digitaler Medien, Open Access und Digitale Bibliotheken beschäftigt und vor allem fertig gelöst hatte. Das lustige ist, in der Hausaufgabe ging es auch explizit um die EZB (Elektronische Zeitschriftenbibliothek), die sollte heute auch thematisiert werden.
Nachdem wir uns bekannt gemacht hatten erzählte sie mir was alles an der Information gemacht wird und wie wichtig die Statistik ist. Statistik ist nun einmal das wichtigste im Leben, da gibt es keine Unterschiede zu Deutschland. Dann gingen wir zu der Datenbankschulung über. Ganz zu Anfang fragte sie mich welche Datenbanken ich denn schon kenne und was meine Kenntnisse sind, ich erzählte von den Hausaufgaben und sie legte los mir alles zu erzählen. Dabei konnte ich sehr gut folgen eben weil ich mich damit schon auseinander gesetzt habe. Ein Paar Kniffe die nicht zu unterschätzen sind könnte ich von der Benutzung der EZB trotzdem mitnehmen. Zum Beispiel: wenn man ohne Lizenzen Eingibt, erst dann hat man das gesamte Spektrum angezeigt bekommen. auch kann man sehr einfach die Ampel einschränken (das mit der Ampel ist so offensichtlich, ist mir aber beim Hausaufgaben machen nicht aufgefallen und bei der letzten Lernsituation hätten wir viel Zeit sparen können, hätten wir das gewusst)
Auch wenn man Mitglied in verschiedenen Bibliothek ist, kann man sich anzeigen lassen welche Zeitschrift wo lizenziert ist und somit schnell herausfinden 1. ob eine meiner Bibliotheken sie lizenziert hat und 2. welche Bibliothek haben es lizenziert, somit wo muss ich hin um ranzukommen. Auch kann man zumindest grob Gebiete abstecken die als Suchgebiet gelten sollen. Sehr wichtige Kenntnisse, die ich vorher nicht hatte.

Als nächstes kam DBIS dran. Mit DBIS musste ich in der Schule arbeiten, es war sehr Mühsam, aber dadurch kam ich dort auch ganz gut zurecht. Aber siehe da, mir wurde etwas ganz entscheidendes beigebracht, man muss nicht bei einem Schlagwort etc. jedes Fachgebiet welches man durchsuchen will einzeln abfragen, nacheinander und mühsam. Nein man kann mit der einfachen Tastenhilfezunahme von STRG mehrere Fachgebiete auswählen und sie in einem Durchgang durchsuchen. Warum lernt man sowas nicht in der Schule? Damit hätten wir uns bei der letzten Lernsituation viel Zeit sparen können. Wenigstens weiß ich es jetzt.

Durch die Ferien hatten wir sehr wenige Nutzer persönlich und telefonisch, welche Hilfe brauchten, deshalb ist der Einblick etwas schwach gewesen. Bei einer Recherche wurde aber der OBV (die österreichische Verbundsuchmaschine) verwendet. Wenn man den KVK benutzt kann ist er auch dort als Suchmöglichkeit vorhanden.

Alma (das dortige Bibliotheksmanagementsystem) hat die selben Funktionen wie aDis, sieht aber ganz anders auch und ist leider langsamer. Dadurch ist es ziemlich nervenaufreibend finde ich, aber vielleicht fehlt mir dazu nur noch etwas mehr Gelassenheit. Aber ich bin darüber nicht mehr so genervt wie zu Anfang, vielleicht lege ich den Großstadtwirbel ja doch noch ganz ab.

Ansonsten haben wir noch viel über die Unterschiede bzw. die sehr, sehr vielen Gemeinsamkeiten von Deutschland und Österreich geredet. Die 3 1/2 h waren so schnell rum, man sah die Ablösung gar nicht kommen, da war sie auch schon da.

Mit der anderen Praktikantin habe ich heute über Feiertage, Bundesländer und Ferien geredet. Man stelle sich vor in Österreich haben sie in jedem Bundesland die gleichen Feiertage Außer den des heiligen Schutzpatrons. Die Sommerferien betragen 9! ja 9 Wochen. Und die Sommerferien sind tatsächlich im Hochsommer, und nicht wie in Berlin im noch sehr heißen August muss man schon in die Penne.
Dafür haben sie noch im langen Wintersemester keine lange Unterbrechung, aber auch hierfür werden wohl gerade Ferien geplant.
Österreich ist voll cool.

Zum Mittag bin ich wie immer rausgegangen, bloß leider war es sehr kalt. Dicke Wolkendecke und kalter Wind. Es waren nur 21°C. Habe mich deshalbstatt wie sonst (auf der Wiese zu liegen) auf die Bank gesetzt und zumindest meine Beine mit der Decke eingehüllt.
Heute Abend wollte ich dann in die Stadtbibliothek meiner Gegend, bloß leider habe ich mir die Öffnungszeiten nicht angesehen und bin am Schließtag dort aufgekreuzt.
Pech gehabt. Gehe ich halt morgen wieder hin. Reingehen kostet ja nix, nur wenn ich versuche mit Büchern da rauszugehen.
Aber eigentlich habe ich ja noch etwas Beute vom letzten Bücherregalbeutezug.

und schon wieder eine Woche um

Die Woche ging wieder sehr schnell vorbei.
Die meiste Zeit war ich im Magazin 44 und Abends noch in der Benützung, teilweise habe ich um die Mittagszeit in anderen Abteilungen ausgehoben. Da die Ferien begonnen haben und auch die meisten Studenten frei haben, ist es sehr ruhig geworden. Da Magazin 44 gut sortiert ist, bin ich mit den einzelnen Ausheberunden schnell fertig geworden und hatte Leerlauf. Den habe ich gut genutzt, Anfang der Woche habe ich mich mit dem Ablaufplan zur Literaturliste beschäftigt und bin jetzt endlich in der Lage nach diesem sicher vorzugehen. Den Rest der Woche beschäftigte ich mich mit meinen RDA-Unterlagen und dem RDA-Handbuch. Durch bin ich allerdings noch lange nicht.
Nächste Woche bin ich wieder in Magazin 44, aber auch in der Benützung und den einen Vormittag geht es in de Information und dort bekomme ich eine Datenbankschulung. Wäre bestimmt Vorteilhaft wenn ich bis dahin die digitalen Freiwilligen Hausaufgaben fertig hätte.
Sonntag soll es ja wieder unerträglich heiß werden, da kann man dann gut zu Hause bleiben und das erledigen.
Was ich morgen mache entscheide ich nach Wetterlage, wenn die Hitze morgends noch geht, geht es wieder in den Leinzer Tierpark, dort gibt es ja noch sooooo viel zu entdecken. Wenn es gleich Morgens zu heiß ist, versuche ich ein Platz im Schwimmbad zu ergattern. Bin dann gespannt ob man nur im Wasser stehen kann oder tatsächlich etwas schwimmen.

Pläne und Studenten

Pläne klappen nicht immer. Eigentlich sollte ich am Montag in die Ariadne, aber aufgrund von Personeller Umstrukturierung könnte man mich dort nicht gut betreuen, deshalb musste es verschoben werden. Schade eigentlich, allerdings war ich gewarnt worden bei dehnen ist es noch heißer als in der Buchausgabe. Derzeit haben wir 36°C draußen, in der Buchausgabe glaube ich auch über 30°C, also nicht gerade angenehm. Kommende Woche darf ich aber ins Magazin, dort sind dann schöne 20°C. Echt angenehm. Kollegen die es wissen müssen sagen im Sommer Kalt und im Winter warm, denn es kommt ein warm vor, weil es draußen Kälter ist. Allerdings wie das Thermometer zeigt etwas höher. Zum Schutz der Bestände herrscht dort ja 20°C bei 50% Luftfeuchtigkeit, zu mindestens in den Teilen in dehnen ich mich aufhalte (laut Theorie die in einer Schulführung vermittelt wurde, vielleicht hatte man dort ja abgerundet). Handschriften brauchten glaube ich was anderes, kann mich allerdings nicht mehr so ganz erinnern. Allerdings die Bücher im Prunksaal brauchen keine Klimatischen Bedingungen, weil sie nicht auf säureverseuchten Papier geschrieben sind sondern auf Pergament (Tierhaut) und was Flauschiges was ich wieder vergessen habe (Tierhaare wie Wolle). Es gibt so viele interessante Sachen, da kann man sich halt nicht alles merken – zu mindestens ich nicht.

Diesen Sonntag war ich Wieder Karten spielen. Dabei lerne ich ja immer neue Leute kennen, aber dieses mal war er der Neue und nicht ich. Er macht sein Auslandsstudium hier. Seine Heimat ist Frankreich, er kommt aus Straßburg und hat das Pech, dass es dort keine Pokemonliga gibt, deshalb hat er schon lange nicht mehr gespielt. Die Stadt ist wohl sehr klein, konnte ich mir nicht recht vorstellen, denn das Europäische Parlament ist doch dort. Aber als Einheimischer muss er das besser wissen.
Mein deutsch ist so schön verständlich hat er mir gesagt. Damit meint er dass er mich besser versteht als die anderen. Ich spreche ja auch Hochdeutsch und nicht Österreichisches deutsch. Ich habe mich sehr gefreut dass ich nicht die einzige mit diesen Verständnis Problem bin. Da ich ihm verraten habe, dass morgen auch Pokemonliga ist, kommt er morgen zum spielen. Aber ich will in den einen Handarbeitsladen, deshalb kann ich morgen mal nicht spielen.
Eigentlich wollte er ja sein Englisch verbessern, aber die Sache in England war ihm aufgrund des Brexits zu gefährlich. Als alternative war dann Berlin oder Wien, er hat sich für Wien entschieden. Eine gute Entscheidung, denn so hatte ich mal nicht gegen ein Feuerdeck kämpfen müssen.
Am gestrigen Raikouraidtag, bin ich mit meiner Gruppe durch die Gegend gelaufen, dabei hatte ich den Laden entdeckt und mich in das Stickset aus dem Schaufenster verliebt. Ansonsten habe ich mich verstärkt mit den Hausaufgaben beschäftigt, die hälfte der Freizeit ist ja schließlich schon um.
Heute hatte ich auch mal Glück in einem freien Bücherregal, mehrere gute Sachen für mich gefunden, so habe ich auch was richtiges für Unterwegs und nicht nur was aus der Onleihe. Echte Bücher sind eben sehr schön.

Ansonsten reisen viele Studenten aus dem Heim ab, zum einen wie die Tirolerin, weil sie in einem anderen Heim näher an ihrer Uni was gefunden hat, zum anderen Teil beginnt bei dehnen scheinbar auch die Sommerferien. Die Hinterlassen Säckeweise altes Zeug, was sich in der Küche stapelt. Den Wasserkocher hatte ich aber gereinigt und in der Küche aufgestellt – wird aber nicht nur von mir genutzt scheint noch anderen gefehlt zu haben.

Ab Morgen muss ich auch einen andern Weg zur Arbeit nehmen, da auf meiner Linie gebaut wird. Nicht nur dass es einen Ersatzverehr gibt, nein im Gegensatz zu Berlin verstärkt man nahe Linien (über den Unsinn habe ich mehrere Berliner Kolleginnen sich aufregen hören, Da wird gebaut und statt des Ersatzverkehren steigen die in meine Linie ein, und der Bus platzt aus allen Nähten weil die trotzdem nur diese Minibusse einsetzen), die als Ausweichmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Habe heute schon in so einer Sonderbahn gesessen. Allerdings K.A. wie effektiv dass ist, da aufgrund der Schulferien weniger Fährt. Kollegen haben mich schon vorgewarnt die Wiener Jugend ist trotzdem schon so früh auf den Beinen, deshalb ist es voller weil weniger fährt. Mal sehen ob das auch meine Route betrifft.

Hitze, Sonne und Gruppenführungen

Dienstag habe ich bei den Führungen im Globenmuseum und in den Prunksaal mitgemacht. Die Führungen waren interessant und besonders die Geschichten die unsere Führerin erzählt hat waren toll.
Heute am Mittwoch habe ich wieder zwei Führungen mitgemacht, ich wurde durch die Benützung, das Magazin und wieder den Prunksaal geführt. Dieses Mal mit einer anderen Führerin. Der Inhaltsschwerpunkt lag bei den Führerinnen auf verschiedenen Elementen der Bibliothek, bzw. dessen Geschichte. Die Herangehensweise an die einheitlichen Punkte war verschieden. Es ist immer aus interessant zu sehen, wie verschiedene Leute, die gleiche Führung machen.
Bei Beiden Führungen wurde aber nochmals betont dass man als Jugendlicher (Unter 19 Jahre) in die Bundesmuseen kostenlos reinkommt. Gestern noch so, tja wenn man sich dafür nicht interessiert kommt man kostenlos rein und wenn man als genug ist sich dafür wirklich zu interessieren, dann muss man tief in die Tasche greifen um es zu sehen.
Das Magazin hat 4 Ebenen wie ich ja schon wusste, dass die Längsseite 200m lang ist wusste ich nicht, ich wusste nur lang. Sie gehen hinaus zum unter den Burggarten. Das kleinste Buch der Welt hat man sogar extra für Führungen als Beispiel angeschafft. Echt winzig das Büchlein, aber laut meinen Recherchen nicht mehr das kleinste Buch der Welt obwohl es noch so genannt wird. Verwirrend finde ich, aber vielleicht ist es auch ein anderes Buch als das was ich gefunden habe.

Dienstag hatte ich früh genug Feierabend um nach Schönbrunnen zu fahren, der Eintritt ist ja kostenlos und somit ein netten günstiges Unternehmen dachte ich mir. Das Schönbrunnen groß ist wusste ich, aber so riesig habe ich es mir doch nicht vorgestellt. Nachdem ich mich unter einem Baum auf einer Bank gestärkt hatte, habe ich mir die Rundfahrt mit der Bahn gegönnt. Nicht billig, aber man kann den ganzen Tag damit fahren. Ist einfach herrlich. Für eine Runde rum, braucht sie 1 Stunde. Somit konnte ich in relativ kurzer Zeit die wichtigsten Punkte des Parks sehen. Dann bin ich zu Fuß an Punkte gelaufen die ich nochmals sehen wollte. Leider sind die Waldwegen wegen dem Eichenprozessionsspinner gesperrt, die anderen Wege liegen in der knallen Sonne und ich hatte mein Cappy nicht mit. Ende vom Lied, mein Kopf ist gerötet, leichter Sonnenbrand. Aber trotzdem war es schön. Gut ist auch dass man in Wien an vielen Stellen kostenlos Trinkwasser bekommt. In Berlin gibt es auch Spender, aber hier in Wien rüsten sie derzeit stark auf, hat mir heute eine Kollegin erzählt mit der ich mich darüber unterhielt. Auf jeden Fall ist Schönbrunn mehrere Besuche Wert. An einem Nachmittag schafft man nicht alles zu sehen. Leider sind ab nächste Woche Ferien, da wird es überall noch voller sein und diese Woche ist es einfach zu heiß. Ab Morgen bin ich auch wieder im Magazin (schön kühl dort), da laufe ich superviel, und eine Blase habe ich mir heute gelaufen, also bissl blöd jetzt.

Heute war auch mein erstes Mal am Servicedesk, ich war zum zuschauen und zum kennenlernen und zur Einweisung eingeladen. Ich kam hin und ein Benützer streckt mir einen Schlüssel hin und ich hatte sowas von keine Ahnung was ich damit machen sollte. Was wollte er? Das ich den Schlüssel gegen einen Stellvertreter tausche, damit er die Bibliothek verlassen kann ohne sein Schließfach zu räumen. Jetzt weiß auch ich das.
Bei den Erklärungen wurden wir im Sekundentakt von Menschen unterbrochen, die entweder einen Schlüssel tauschen wollten, eine Karte haben wollten oder hier falsch sind und auf den richtigen Weg gebracht werden mussten. Laut Angabe der stressigste Posten, was ich gut verstehen kann. Die Menschen kommen im Sekundentakt rein, einige Lösen Alarm aus und müssen unter Umständen verwarnt werden. Das Kartensystem ist sehr komplex, Statistik ist auch hier wichtig, Gruppenkarten müssen ausgestellt und ggf. korrigiert werden weil oftmals die Gruppen kleiner sind als wie angemeldet. Weg Beschreibungen und wo man welche Karte kriegt muss man auch wissen und englisch muss hier gut gekonnt werden, weil sehr viele Touristen sich dahin verlaufen. Sie wollen die Bibliothek besichtigen, aber die Bibliothek zum lernen ist nicht zu besichtigen, sondern nur der Prunksaal und da sind sie beim Servicedesk falsch. Auch sind wir nicht das Haus der Geschichte, das Globenmuseum ist woanders, Sissi-Museum sind wir nicht und noch vieles andere. Allerdings ist das Papyrusmuseum bei uns drin. Es war mächtig trubelig mal sehen was ich nächste Woche noch so weiß.

Heute Abend bin ich in die Pokemon go raid Gruppe vom 14/15. Bezirk eingetreten, habe gleich noch mit Leuten gespielt, mich nett mit Ihnen unterhalten und wurde mit dem Auto hierhin zurückgenommen.
Fazit: 4 Wochen in Wien und ich bin besser integriert als nach 1 Jahr in Berlin.

Esperanto, Mikroformenlesesaal und die öffentliche Bibliothek

Heute war ein echt cooler und Lehrreicher Tag.
Er fing schonmal sehr gut an, ich kam angehetzt zur Arbeit weil getrödelt und finde mich nicht auf dem Dienstplan. Am Freitag hatte ich den Arbeitsplan erhalten und wusste dass ich heute um 10 Uhr bei einer Führung im Esperanto Museum dabei bin. Da das aber nur ein Katzensprung von meinem normalen Einsatzort weg ist dachte ich vorher arbeiten. Nö. An solchen Tagen einfach erst zur Führung gehen und dann zur Arbeit. Gut Morgen weiß ich es. Somit habe ich heute den Kollegen in der Benützung geholfen alles Fertig zu machen und wir haben mit Schwedenbomben die bestandene Prüfung gefeiert. Schwedenbomben sind eine Landesspezialität und ähnlich unseren Negerküssen. War super lecker und eine Geschichte gabs noch dazu. Als das Werk kurz vor dem Konkurs stand haben alle einfach alles abgekauft, sodass das Werk erhalten blieb. So wurde es mir erzählt. Ein kleines bisschen anders hat es Zeitung in der ich recherchiert habe dann dargestellt, aber ohne die Hamsterkäufe von den Fans wäre das ganze nicht so gut abgelaufen. Kann man auch hier nachlesen:
https://derstandard.at/1378248520282/Niemetz-Langsamer-Konkurs-superschnelle-Loesung
Der Abteilungsleiter hatte mir eine Übersichtskarte besorgt und mir den Weg zum Museum erklärt und aufgemalt. Eine Kollegin hatte mir aber angeboten mich direkt hinzubringen, das Angebot nahm ich an und wir haben uns auf dem kurzen Weg sehr gut unterhalten. Ich hätte den Weg zwar tatsächlich auch allein gefunden, bin aber sehr froh das sie mitgegangen ist.
Der Führung einer Sprachenklasse durfte ich beiwohnen. Es war sehr interessant. Esperanto ist schon sehr alt und eine Plansprache die auch heute sehr viel gesprochen wird. Nach dem ersten Weltkrieg erlebte sie eine Hochzeit und im zweiten Weltkrieg wurde sie verboten, weil der Erfinder Jude war und generell der Gemeinschaftsgedanke nicht von der Regierung gewollt war. Andere erfundene Sprachen haben wir auch kennengelernt. Die Fachwörter zu an einer Sprache angelehnt und keine Sprache als Grundlage habe ich wieder vergessen, bei dem einen kommt pos vor, aber keine Ahnung, war viel Input und Sprachen liegen mir nicht.
Danach hatte ich die Gelegenheit an einem Workshop teilzunehmen. Dort haben wir etwas Esperanto gelernt und auch etwas über die Grammatik gelernt. Der Bibliothekar hat seine Sache echt toll gemacht.
Saluton!
Mia noma estas Claudia.
Mi estas metilernantino.

Nach der Mittagspause bin ich das erste mal in den Lesesaal 6. Wusste zwar nicht wo das war, aber die netten Kollegen helfen einen gerne weiter.
Da ich noch auf den betreuenden Kollegen warten musste hatte ich mir den Ordner mit den verfilmten Sachen angeschaut, was sich später als Vorteil erwies.
Dort wurde ich erstmal über mein Vorwissen ausgefragt, ich habe zwar keine praktische Erfahrung mit Mikrofilmen und Mikrofiches weil wir sie nicht in Neukölln haben, aber mein Wissen passt schon. Deshalb konnten wir viel überspringen, auch was eine Videokassette und eine Audiokassette ist konnte übersprungen werden, da ich sie selbst noch gut kenne.
Dann ging es auch schon ans Praktische, wo finde ich die Sachen die ein Benützer schon bestellt hatte und was macht man wenn er nichts bestellt hat, aber einen Wunsch hat?
Das eine liegt im Regal und beim anderen muss man mit dem Ordner (den ich schon vorher angeschaut hatte) recherchieren und dann raussuchen. Mit den Beispielen sollte ich selbstständig die Sachen ausheben, klappte problemlos. Dann kam die Statistik dazu dran und wie trage ich die Benützer in die Listen ein, welche Voraussetzungen bracht welches Gerät etc..
Dann wurde es noch praktischer. Ich wurde selbst zur Benützerin, bekam einen Zähler, erklärt und gezeigt wie man einen Film einlegt und die Bedienung des Gerätes und dann durfte ich selbst ran. Ich kam sehr gut zurecht, sowohl beim Mikrofilm als auch bei den Mikrofiches und auf A3kann ich auch drucken. Mir wurde gesagt ich kann sehr gut mit Technik. Ich bin mächtig Stolz auf mich.

Zur Feier des Tages bekam ich früh Feierabend und nachdem ich oben kurz Vertretung gemacht habe, ging ich los.
Was macht man mit einem angefangenen Tag? Richtig man geht in die Bibliothek.

schöner Weitblick von der Hauptbücherei am Gürtel in Wien

Leider wird in der Bibliothek gerade umgebaut, der Teppichboden kommt raus und weitere Modernisierung und Aufhübschung geschieht, sodass man nicht die volle Bibliothek bestaunen kann. Bis Ende September wird gebaut und zwischendrin ist sie sogar komplett gesperrt, deshalb werde ich sie nicht in ihrer vollen Pracht kennenlernen.
Anfangs dacht ich ziemlich klein, wie sollen da 1,5 Mio Medien reinpassen, aber am Ende war sie riesig und schon ruhig. Klar im Kinderbereich war es lauter als in der restlichen Bibliothek, aber kein Vergleich mit der Lautstärke von Berlin. Uhrzeitmäßig war ich bis 16 Uhr dort, also kann man nicht sagen außerhalb der Kernzeit. Was ich toll fand, sie haben meine Zeitschrift dort, die ich mir aufgrund des geringen Umfanges nicht abonnieren will obwohl ich sie toll finde.
Leider ist eine Bibliotheksmitgliedschaft in Wien nicht gerade günstig. Reduziert fast so teuer wie Normalzahler in Berlin und Normalzahler zahlen das dreifache in Wien.
Ich hätte auch eine Tageskarte für 4€ nehmen können, dann hätte ich was ausleihen können, aber nicht verlängern.
Die Signaturen waren anders als bei uns, was das + bei einigen zu bedeuten hatte wusste ich nicht, stand nirgends dran. ich hatte vermutet das es die bei und 5.1 kennzeichnen soll, weil es keine Einteilung in 4er usw. gab. Als ich nachfragte, bekam ich über Umwegen die Antwort: es kennzeichnet die Bücher für 13 Jährige. die sind so ein Zwischending. Eigentlich gehören sie nicht mehr in die Kinderabteilung aber in die Jugend gehören sie auch nicht richtig. In der Jugend stehen aber wohl auch welche mit +.
Den OPAC konnte ich nicht benützen, da er aufgrund eines Hackerangriffes offline ist. Sehr Schade.
War jedenfalls sehr interessant, die Bibliothek mal kennen zu lernen.

Meine Arbeit im Magazin

Eine der Magazinebenen

Vergleichen kann man diese Arbeit überhaupt nicht mit der in der Helene-Nathan-Bibliothek, denn letzter genannte hat gar kein Magazin.
Die ÖNB ist eine Nationalbibliothek wie der Name schon sagt, somit hat sie einen Sammelauftrag für austriakische Werke. Hier zum nachlesen, denn ich habe mich sehr, sehr kurz gefasst:
https://www.onb.ac.at/fileadmin/user_upload/PDF_Download/Sammelrichtlinien_Maerz_2018.pdf

Sie ist eine Präsenzbibliothek, somit kann man nichts ausleihen, allerdings haben ein Paar Forscher Sonderrechte, die dürfen entlehnen, aber auch nicht alles, z.B. vor 1900 oder Unikate sind Tabu.
Entweder man arbeitet mit dem Werk im Lesesaal, oder man kopiert bzw. nach Zustand/alter des Buches ist auch nur scannen mit dem Buchscanner erlaubt. Einige Sachen sind aber auch Digitalisiert bzw. auf Mikrofiche.
Da nur die wenigsten Bücher im Lesesaal stehen, die meisten der 12,5 Millionen Bücher stehen im Magazin. An diese Bücher kommt die BenützerInnen nicht direkt ran, um eines dieser Werke zu bekommen muss er/sie/es im Onlinekatalog der ÖNB, mithilfe seiner Zugangsdaten bestellen. Nach bis zu zwei Stunden kann er es dann an der entsprechenden Buchausgabe abholen. Diese sind nach Format bzw. Besonderheiten unterteilt. Die Großformate kann man am Lesesaal 4 abholen, und die Formate A-C beim Hauptlesesaal 1, Besonderheiten wären z.B. beim Josefplatz abzuholen.
Wenn der BenützerIn das Werk bestellt hat, kommt der Bestellzettel im Lesesaal 4 an. Dort wird er zurechtgeschnitten, geheftet und auf die einzelnen Abteilungen verteilt. Dort holen wir im Magazindienst alle 30 Minuten, die für unsere Station/Stationen ab. Dann suchen wir die Bücher raus, ein Zettel stecken wir als Stellvertreter ins Regal und ein Zettel kommt gefaltet ins Buch. Dann geben wir die Bücher mit dem Telelift zur Buchausgabe. Zwischendurch kommen Bücher von der Buchausgabe runter, weil die BenützerInnen diese nicht mehr benötigen, diese stellen wir wieder zurück und entnehmen den Platzschein. Manchmal wechseln wir auch nur den Platzschein gegen einen aktuellen, weil z.B. ein BenützerIn es zurückgibt aber es einem NachrückerIn bereitgestellt wird.
Es kommt auch vor das wir eine Bestellung haben und das Buch nicht am Platz ist, entweder es ist weg/verstellt/was auch immer, dann notieren wir das auf dem Bestellzettel, oder es ist ein Platzschein an der Stelle mit einem Hinweis wer es gerade hat, dann notieren wir dies. Die Zettel kommen dann ausgefüllt mit den anderen Büchern nach oben.
Ganz wichtig! Was auf keinen Fall vergessen werden darf: Sind die Notizen für die Statistik! Wie zu Hause in Deutschland alles muss dokumentiert werden um seine Berechtigung zu haben. Abends werden die Daten in einem gemeinsamen Datenblatt von jeder Abteilung eingetragen und dann für die Statistikabgabe noch elektronisch aufgearbeitet. Nach der letzten Aushebung räumt man noch unten auf, damit am nächsten Morgen wenn sich die Bestellungen der Nacht angesammelt haben, nicht ganz so viel zu tun ist. Die Spätschicht hebt nur noch aus und räumt nicht zurück, deshalb ist am Morgen meist sehr viel zu tun.
Wie viele Kilometer man zurücklegt hängt nicht nur von der Bestellanzahl der BenützerInnen ab, sondern auch von dem Magazin in dem man ist, manche sind so unlogisch aufgebaut dass man einen Weg X-Mal gehen muss um alles einzustellen. Und das finde nicht nur ich so. Das es sehr verwirrend ist, sagen auch die langjährigen Mitarbeiter, das war für mich sehr erleichternd. Und man scherzt auch dort ist 400-600, dann im Anschluss ist die 1.000-1.500 um hinten mit 700 -900 weiterzugehen und ganz logisch dann beginnt 2.000. So in etwa kann man sich das vorstellen ^^ Man gewöhnt sich aber tatsächlich dran. Und wenn jetzt jemand überlegt halt da fehlen doch noch Zahlen, richtig die sind mit in einem anderen Abteil gehören aber noch zu deiner Abteilung. Bis man das Kapiert ist jeden Tag Ostern.

der Telelift


Morgen beginnt schon die vierte Arbeitswoche hier in Österreich, ich kann es kaum glauben, irgendwie bin ich gerade erst angekommen. Aber auf der anderen Seite ist mir alles so vertraut, als lebe ich schon lange hier.
Ich befürchte die Zeit fliegt auch weiter so dahin.